Archive for the ‘Medien’ Category

Deutscher Buchpreis 2010: Longlist veröffentlicht

Mittwoch, August 18th, 2010

Heute wurde die diesjährige Longlist zum Deutschen Buchpreis bekanntgegeben: 20 Titel wurden von 148 Büchern, die von Oktober 2009 bis September 2010 erschienen sind, ausgewählt. Am 8. September wird die 6 Titel umfassende Shortlist bekanntgegeben, die Preisverleihung findet zu Beginn der Frankfurter Buchmesse am 4. Oktober statt.

Zur Jury gehören Jobst-Ulrich Brand (Focus), Julia Encke (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung), Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin), Ulrich Greiner (Die ZEIT), Burkhard Müller (Süddeutsche Zeitung), Ulrike Sander (Osiandersche Buchhandlung, Tübingen) und Cornelia Zetzsche (Bayerischer Rundfunk).

Wochentipp: “Tagebuch eines Wombat” von Jackie French und Bruce Whatley

Montag, August 2nd, 2010

„Tagebuch eines Wombats“ ist eines der schönsten und lustigsten Bilderbücher, das ich kenne.

Ein Wombat, ein australisches Beuteltier, beschreibt auf humorvolle Art und Weise und mit sehr niedlichen Bildern illustriert seinen Tagesablauf und welche Probleme es oft mit den Menschen hat, in deren Garten es lebt. Da diese anscheinend unheimlich begriffsstutzig sind, braucht es schon eine ganze Weile, sie zu erziehen und ihnen begreiflich zu machen, was ein Wombat braucht.

 

Nicht nur Kinder werden mit diesem Buch Spaß haben, auch Erwachsene können herzlich über die Abenteuer des kleinen Australiers lachen.

 

Seit kurzem gibt es nun auch eine Fortsetzung: „Tagebuch eines Babywombat“.
Hier beschreibt jetzt der kleine Wombat seine Woche zusammen mit seiner Mutter und seinem neuen kleinen Freund, dem Menschenbaby. Sie schlafen, fressen, langweilen sich – und hinterlassen Chaos an allen Ecken und Enden.

French, Jackie ; Whatley, Bruce:
Tagebuch eines Wombat
Hildesheim : Gerstenberg, 2005
ISBN 3-8067-5096-3

Tipp von: Alexandra Eckel

Neuanschaffungen im 1. Halbjahr 2010: neue Spielfilme und Sachfilme auf DVD

Freitag, Juli 9th, 2010

Über 150 neue Filme haben wir im 1. Halbjahr für Sie angeschafft und damit auch das Angebot an Filmen zu Sachthemen aufgestockt. Nur einige Beispiele: Begeben Sie sich per DVD auf den Jakobsweg, gönnen Sie sich ein IMAX-Filmerlebnis im Grand Canyon, im Hurrikan über Louisiana oder in fantastischen Höhlen, machen Sie mit “Chronos” eine audiovisuelle Reise durch die Zeit, betrachten Sie Lutz Fritzsches “Bibliothek im Eis” oder sehen Sie Christo und Jeanne Claude zu, und Slavoj Zizeks “The pervert’s guide to cinema” oder “What the bleep do we (k)now?” können Ihnen ganz neue Erkenntnisse bringen.
Auf unserer Website finden Sie unter “Medienangebote” jetzt wieder die Neuanschaffungslisten als pdf-Dokumente zum Download.

“Die Buchfrage” im Lese-Blog

Dienstag, Juni 29th, 2010

Das Team des Literaturportals ”LovelyBooks” stellte im Mai einen neuen Service für die Community bereit: die Buchfrage. Hier kann man sein Wissen mit anderen teilen und auch selbst Fragen rund um Bücher, Autoren und Literatur stellen, die wiederum von Buchexperten und Lesern in Echtzeit beantwortet werden. Mitmachen kann jeder Internetnutzer mit einer E-mail-Adresse, eine Registrierung ist nicht notwendig:
“Was das Team mit LOVELYBOOKS erreichen will, ist ganz einfach - unsere Mitglieder sollen nur noch gute Bücher lesen und neue Möglichkeiten bekommen, die Welt der Literatur zu entdecken und in sie einzutauchen!”

Das finden wir auch, und deshalb finden Sie diese Applikation jetzt auch direkt in unserem Blog “Lesezeichen“, wodurch wir mit Literaturliebhabern im ganzen Internet verbunden sind. Probieren Sie es aus!

Wochentipp: “Die klassische Anmache” von Bernd Fritz

Montag, Juni 7th, 2010

Ratgeber zum Thema „Flirt“ gibt es viele, genauso wie Sammlungen mit den besten Anmachsprüchen. Aber dieses Buch ist einmal etwas ganz anderes.

Hier versammelt finden sich Tipps und Tricks der Weltliteratur zur Angrabkultur der letzten 225 Jahre, bewertet nach Schwierigkeitsgrad und Originalität sowie den Erfolgsaussichten beim anderen Geschlecht.

Der Autor teilt den unerschöpflichen Fundus entsprechender Szenen in der Literatur in 5 Grundkategorien ein:

 

  • Auf der Straße (bei gegenseitiger Unbekanntheit und maximaler Zeitknappheit die anspruchsvollste)
  • In der Kneipe
  • Im Urlaub
  • Unterwegs und auf Besuch
  • In Gesellschaft

Und hier gibt es zum Teil sehr überraschende Ergebnisse.

Wer hätte gedacht, dass gerade der klassische Autor schlechthin, Johann Wolfgang von Goethe, nur sehr mäßige Zensuren bekommt?

Man schaue sich nur Faust an, der versucht, Gretchen auf der Straße mit dem eher einfallslosen Spruch „Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen?“ anzubaggern. Natürlich erfolgt die Abfuhr auf dem Fuß: „Bin weder Fräulein weder schön, kann ungeleitet nach Hause gehen.“

Nicht besser fängt es der junge Werther an, der bei einem Spaziergang eine Mutter mit drei kleinen Kindern trifft und den unglaublich originellen Spruch loslässt, ob sie etwa die Mutter der Kinder wäre, frei nach dem Beispiel „Sind Sie hier auch im Urlaub?“

Da ist es doch kein Wunder, dass als Bewertung „plump und zudringlich“ angegeben wird; Prädikat „nicht empfehlenswert“ oder Erfolgsprognose „Tödlich“, was in Werthers Fall sogar wörtlich zu nehmen ist.


Ganz anders geht zum Beispiel Monsieur Swann in „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ an die Sache heran. Mit einer Erfolgsprognose von 100 % und der Bewertung als das galanteste Kompliment der Weltliteratur gilt: „Das ist hübsch, du hast heut blaue Augen angezogen, sie passen ganz genau zur Farbe deines Gürtels.“

Und als schönster Heiratsantrag der Weltliteratur mit dem Prädikat „Zarenmäßig“ gilt zweifelsohne der Satz von Konstantin Dmitrijewitsch Lewin an Kitty Schtscherbazkaja in Tolstois „Anna Karenina“:

„A. S. m. a.: E. i. u. b. d. n. o. n. d.?

Ein lustiges und unterhaltsames Buch, mit witzigen Karikaturen illustriert, aus dem man noch den ein oder anderen Trick abschauen kann!

Fritz, Bernd:
Die klassische Anmache : Tipps und Tricks aus der Weltliteratur
Zürich : Kein & Aber, 2009
ISBN 978-3-0369-5263-5

Tipp von: Alexandra Eckel

Neuer Weblog: “Lesezeichen”

Samstag, Mai 29th, 2010

Seit Mai 2009 schreiben die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei Soest im Weblog der Stadtbücherei wöchentlich einen Tipp zu den Medien aus dem Bibliotheksbestand: Neues und Altes,  Romane, Sachbücher, Kinderbücher, Filme, CDs, Spiele - alles was uns gefällt.

Ein Tipp pro Woche - das reicht überhaupt nicht bei so vielen Büchern! Vielleicht haben Sie inzwischen schon Lust bekommen, auch einmal mitzuteilen, was Sie bei uns ausgeliehen und gelesen, gehört oder gesehen haben und wie es Ihnen gefallen hat. Im neuen Blog “Lesezeichen” können Sie als BenutzerIn der Stadtbücherei Soest nun selbst kleine Beiträge über Medien aus unserem Bestand veröffentlichen und mit anderen diskutieren.

Machen Sie mit! Wenn Sie im Blog “Lesezeichen” einen Beitrag veröffentlichen möchten, sprechen Sie uns an oder schreiben uns per E-mail (mail@stadtbuecherei-soest.de). Wir legen für Sie einen Zugang zum Blog als AutorIn an und Sie können sich sofort online beteiligen.

Ihre Beiträge können Sie uns auch hand- oder maschinenschriftlich einreichen.

Wochentipp: “Arkadien erwacht” von Kai Meyer

Montag, Mai 3rd, 2010

Rosa ist 17 und Mitglied eines ebenso einflussreichen wie verhassten Mafiaclans - den Alcantaras.
Ein Jahr zuvor hat sie ein Kind abgtrieben, ist damit aber nie fertig geworden.
Also flüchtet sie sich nach Sizilien - weg von ihrer Mutter.
Im Flugzeug begegnet sie Alessandro Carnevare und irgendetwas an ihm zieht sie sofort in seinen Bann.
Auf der Beerdigung von Alessandros Vater - dem Capo der Carnevares begegnen sich die beiden wieder und mit der Zeit kommen die beiden längst vergessenen Geheimnissen auf die Spur, doch in Rosa schlummert ein tierisches Erbe.
Die Alcantaras und die Carnevares sind Nachfahren der Lamien und Panthera - arkadischer Dynastien, die die Fähigkeit besitzen sich in Tiere zu verwandeln.

Andreas Fröhlich erzählt so spannend und mitreißend, dass der Hörer in die Geschichte eintaucht und bis zur letzten Sekunde gefesselt ist.

Und wer lieber liest als hört, der kann alternativ zum Buch “Arkadien erwacht” greifen.

Meyer, Kai:
Arkadien erwacht
Gelesen von Andreas Fröhlich
Hamburg: HörbucHHamburg,2009
ISBN 978-3-86742-055-6

Tipp von: Kirsten Mechlen

Reisen bildet - Informationen gibt es in der Stadtbücherei

Montag, April 26th, 2010

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„Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen“, wußte Johann Wolfgang von Goethe zu berichten. Das fällt um so leichter, wenn man sich auf die Reise gut vorbereitet: Zum Beispiel mit einem Reiseführer. Für viele Ziele und zahlreiche Zwecke sind Reiseführer erschienen. Die Stadtbücherei Soest hat rund 150 neue Exemplare von Reiseführern angeschafft. Der ganze Bestand wurde rechtzeitig zur Ferienplanung aktualisiert.

Wer also noch Anregungen für Reiseziele sucht, wer die besten Tips für Südafrika zur Fußball-Weltmeisterschaft braucht, wer das Ruhrgebiet anläßlich der gegenwärtigen Kampagne „Ruhr.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ neu bereisen will – in diesen und anderen Fällen kann dem interessierten Leser in der Stadtbücherei geholfen werden.

Übrigens: Ältere Ausgaben von Reiseführern sind aus dem Bestand genommen. Wer sich dafür interessiert, kann auf dem Bücherflohmarkt der Stadtbücherei fündig werden und solche Reiseführer kaufen.

Wochentipp: “Darf ich bitten” von Claudia Teibler

Montag, April 12th, 2010

 

 

 

„Tanz ist ein Telegramm an die Erde mit der Bitte um Aufhebung der Schwerkraft“

sagte schon Fred Astaire, einer der bekanntesten Tänzer aller Zeiten.

 

Aber was ist Tanz eigentlich? Ist es „ein paar Minuten die Welt vergessen“? Oder ist es eine gesellschaftliche Verpflichtung? Eine Art zu kommunizieren oder ein religiöses Ritual?

 

Genau diese, aber auch unzählige andere Facetten des Tanzens beschreibt Claudia Teibler in ihrem Buch „Darf ich bitten“.

Sie nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Geschichte des Tanzes und somit auch der Menschheit.

Bei den frühen Steinzeitmenschen gehörten Tanzrituale zum täglichen Leben, sei es bei der Geburt eines Kindes, zu Ehren einer gelungenen Jagd oder einfach zum Erzählen einer Geschichte.

Eines der frühesten Werke zum Thema, „Über die Tanzkunst“, stammt vom Schriftsteller Lukian von Samosota, um ca. 150 n. Chr. Er schreibt:

„In tausend anderen Gelegenheiten scheint nur eine Hälfte des Menschen, entweder die Seele oder nur der Körper, geschäftig zu sein. Im Tanz fließt gleichsam die Wirkung von beiden ineinander, jeder Gedanke ist Gebärde, jede Gebärde ist Gedanke.“ 

Im Mittelalter dann war es für das niedere Volk eine der wenigen Gelegenheiten für ausgelassenes Beisammensein, gleichzeitig entwickelte sich bei den höheren Ständen eine der zentralen Aufgaben, die Gesellschaftstanz bis heute erfüllt: Selbstdarstellung und Zurschaustellung von Macht und Ansehen.

 

Erst im 18. Jahrhundert wandelte sich der bis dahin verbreitete Reigen- oder Volkstanz zum Paartanz, wie wir ihn heute kennen: der Walzer war geboren und damit ein Ausbrechen aus der Sitten- und Moralstrenge der damaligen Zeit mit Hilfe des Tanzens.

 

Diese Geschichte des Tanzes zieht sich weiter über Charleston und Ragtime, Twist und Rock ’n’ Roll, aber auch die Bedeutung für Mode, Literatur, Film und vieles mehr werden erklärt.

 

Zu guter Letzt werden einige bekannte Tänzer vorgestellt, unter anderem Fred Astaire, dessen Steppschritte mit Ginger Rogers wohl für immer unvergessen bleiben.

 

Wen also nun die Lust am Rhythmus gepackt hat, sollte sich dieses Buch besorgen, und am besten gleich anschließend in die nächste Tanzschule oder Disco fahren.

Denn

„Tanz ist die Kunst, die die Seele des Menschen am meisten bewegt.”        

                                                                                                                   Plato

 

Teibler, Claudia:

Darf ich bitten

München : Sandmann, 2009

ISBN 978-3-938045-38-1

 

Tipp von: Alexandra Eckel  


    

         

Wochentipp: “Das Vermächtnis der Feuerelfen” von Monika Felten

Montag, April 5th, 2010

Der Fantasy-Roman „Das Vermächtnis der Feuerelfen“, der von Monika Felten verfasst worden ist, handelt von einem ganz gewöhnlichen Mädchen, dessen Leben nach einem Ereignis völlig auf den Kopf gestellt wird.

Die 15- jährige Caiwen führt ein ärmliches aber friedliches Leben auf den Riffinseln vor Tamoyen. Schon lange weiß sie, dass sie sich von den anderen Riffbewohnern unterscheidet. Doch sie ahnt nicht, dass sie eigentlich eine Elfe ist, aus dem Zweistromland stammt und die Patronin ihres Volkes ist. Das Zweistromland schwebt in großer Gefahr. Eiskrieger und Frostdämonen haben sich das Ziel gesetzt, das Land zu zerstören.

Kann Caiwen ihre Aufgabe erfüllen? Kann sie das Zweistromland retten? Gemeinsam mit ihren Gefährten, dem jungen Piraten Heylon und der Elfenkriegerin Fineafin macht sie sich auf den Weg, der sie tief ins dunkle Reich der Feuerelfen führt.

Ein toller, spannender und lebendig erzählter Fantasy-Roman von Monika Felten.

 

Felten, Monika:

Das Vermächtnis der Feuerelfen

München : cbj, 2009

ISBN 978-3-570-13581-5

 

Tipp von Friederike Woesthoff